01.06.2021

Corona befeuert eine andere Pandemie | Aktuelles zu dem EKFZ-Expertengespräch am 02.06.21 | PR

Wie hat die Corona-Pandemie das Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Erwachsenen und damit auch ihr Gewicht verändert? Dieser Frage ging Prof. Dr. med. Hauner, EKFZ für Ernährungsmedizin an der Technischen Universität München (TUM), in einer Umfrage nach. Rund 40 Prozent der Befragten haben demnach seit dem Beginn der Pandemie zugenommen. Etwas mehr als die Hälfte bewegt sich zudem weniger als vor der Corona-Krise.

Dass sie seit Beginn der Corona-Pandemie zugenommen haben, geben überdurchschnittlich häufig die 30- bis 44-Jährigen (48 Prozent) sowie die Befragten an, die bereits zuvor ein Gewichtsproblem hatten (60 Prozent). Dies ist eines der Ergebnisse der Umfrage, die das Else Kröner Fresenius Zentrum für Ernährungsmedizin (EKFZ) an der TUM gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt hat.

Diese Analyse beruht auf der online Befragung von 1.001 Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 70 Jahren im April 2021 im Rahmen eines systematischen Zufallsverfahrens. Hans Hauner, Professor für Ernährungsmedizin an der TUM, und Renate Oberhoffer-Fritz, Professorin für Präventive Pädiatrie an der TUM, nehmen zu den Daten Stellung.

Je höher der BMI der Befragten, desto häufiger geben sie an, dass sie seit Beginn der Pandemie zugenommen haben. 53 Prozent derer, deren BMI über 30 liegt, bringen mehr Gewicht auf die Waage. „Corona befeuert damit die Adipositas-Pandemie“, sagt Hans Hauner, Ernährungsmediziner und Leiter des Else Kröner Fresenius Zentrums für Ernährungsmedizin. Bei den Befragten mit einem höheren BMI von über 30 ergibt sich eine Gewichtszunahme von durchschnittlich 7,2 Kilogramm.(Infografik: Marion Feldmann für EKFZ)

 

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