Entwicklung

Ernährungswissenschaftliche Fragestellungen haben eine lange Tradition in Weihenstephan.

Bereits in den 70er Jahren wurde der Studiengang der Haushalts- und Ernährungswissenschaften (Ökotrophologie) eingerichtet. Daraus entwickelte sich innerhalb von 40 Jahren ein modernes Lehr- und Forschungszentrum für Ernährungsmedizin. Begünstigt wurde dieser Prozess durch die Neugestaltung der universitären Ausbildung im Jahr 1990, wobei Kompetenzen gebündelt und Disziplinen neu aufgebaut wurden. Durch die stärkere Ausrichtung auf naturwissenschaftlichen Fächer statt sozioökonomischer Inhalte sollten die Berufsaussichten von Absolvent(inn)en verbessert werden. Inzwischen ist - abgesehen von einer intensiveren biochemischen und molekularbiologischen Ausrichtung - eine starke Vernetzung mit Lebensmittel- und Sportwissenschaften und (pädiatrischer) Medizin zu verzeichnen. Auf diese Weise kann der Einfluss von Nahrungsmitteln, körperlicher Aktivität und anderen Lebensstilfaktoren  auf den menschlichen Stoffwechsel in allen Facetten mit all seinen Wechselwirkungen ganzheitlich betrachtet werden. Dies wird wesentliche Impulse bei der Erforschung und Therapie ernährungsmitbedingter Erkrankungen  bringen, was sowohl für jeden Einzelnen als auch für die Gesellschaft von großer Bedeutung ist.

 

In der folgenden Übersicht sind die wesentlichen Meilensteine in der Entwicklung des Else Kröner-Fresenius-Zentrum (EKFZ) dargestellt.


Entwicklung des EKFZ

1965 Studiengang Ökotrophologie (mit Fokus auf Ernährung und Haushalt) in Weihenstephan
2000 Konzept „Ernährungswissenschaft 2000“ (inkl. Neuordnung des Studiums der Ökotrophologie)
2002 Grundsteinlegung des Zentralinstituts für Ernährungs- und Lebensmittelforschung der TU München in Weihenstephan (s. „Offensive Zukunft Bayern“ der bayerischen Staatsregierung)
2003 Extraordinariat für Ernährungsmedizin (Prof. Dr. Hauner)
2004 Fertigstellung der Klinik für Ernährungsmedizin am Klinikum rechts der Isar in München
2007 Positive Evaluierung der wissenschaftlichen Entwicklung des EKFZ durch internationale Expertenkommission
2007 Extraordinariat für Molekulare Ernährungsmedizin (Prof. Dr. Klingenspor)
2008 Extraordinariat für Pädiatrische Ernährungsmedizin (Prof. Dr. Witt)
2012 Umsetzung des englischsprachigen Master-Studiengangs ´Nutrition and Biomedicine´
2014 Erfolgreiche Evaluierung der Studiengänge am EKFZ
2016 Zehn-Jahresfeier des EKFZ
2018 Weitere 5-jährige Förderung des EKFZ durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (=EKFS) mit 5 Millionen Euro